Am 22. März ist Weltwassertag. Dieses Jahr lautet das Motto: „Where water flows, equality grows“ – Wo Wasser fließt, wächst Gleichberechtigung. Das diesjährige Motto rückt die enge Verbindung zwischen Wasserzugang und Chancengleichheit in den Mittelpunkt. Initiiert wurde der Aktionstag von den Vereinte Nationen. Schätzungen zufolge haben weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser.
In vielen Regionen der Welt sind es vor allem Frauen und Mädchen, die unter Wasserknappheit leiden. Sie übernehmen häufig die Aufgabe, Wasser für ihre Familien zu holen. Oft müssen dafür über mehrere Kilometer hinweg auf die Suche nach Wasser gehen und den Transport bewerkstelligen. Dabei sind in Haushalten ohne Wasseranschluss in acht von zehn Fällen Frauen und Mädchen für die Wasserbeschaffung verantwortlich.
Wenn Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen in der Nähe ihrer Wohnorte haben, breiten sich Ungleichheiten aus. Frauen und Mädchen tragen die Hauptlast: Sie sammeln Wasser. Sie verwalten Wasser. Sie pflegen Menschen, die durch verunreinigtes Wasser erkrankt sind. Sie verlieren Zeit, Gesundheit, Sicherheit und Chancen. Und allzu oft werden Frauen und Mädchen von den Systemen, die die Wasserversorgung regeln, von Entscheidungsprozessen, Führungspositionen, Finanzierung und Repräsentation ausgeschlossen.
